Street Fighter

Street Fighter ist ein Arcade-Spiel und wurde 1988 von Capcom entwickelt. Es ist das erste von Capcom produzierte one-on-one Fighter und das allererste Spiel der Street Fighter-Serie.

Das innovative Gameplay und für die Zeit ziemlich abgefahrene Charaktere waren ein Hingucker. Angriffe und spezielle befehlsbasierte Techniken, wurden zum Standard seiner Nachfolger und bis heute wird dies noch fortgesetzt. Ein Port für die TurboGrafx-CD wurde 1988 unter dem Titel Fighting Street veröffentlicht. Der erste Teil der Street Fighter Serie hatte lange nicht so einen Erfolg wie seine Nachfolger. Es wurde eher als mittelmäßiger Erfolg gewertet. Mit dem Nachfolger Street Fighter 2 wurde allerdings die Serie zum absoluten Kult der nun seit über 30 Jahren anhält.

Die Story

Der Muay Thai Kämpfer Sagat hat das erste Street Fighter Turnier gestartet, um herauszufinden, welche Kampfkunst die stärkste ist. Anders gesagt, wollte er mit dem Sieg im Turnier beweisen, dass es nichts besseres als Muay Thai gibt.

Gameplay

Der Spieler muss sich gegen computergesteuerte Einzelgegner behaupten. Jedes Spiel besteht aus maximal drei Runden, in denen der Spieler seinen Gegner in weniger als 30 Sekunden besiegen muss. Gewonnen hat der, dessen Energieleiste voller ist. Wenn die dritte Runde unentschieden endet, gewinnt der computergesteuerte Gegner standardmäßig oder beide Spieler verlieren. Im Einzelspieler-Modus kann der Spieler nach einer Niederlage weitermachen und gegen den Gegner kämpfen, gegen dem er die Runde zuvor verloren hatte. Außerdem kann ein zweiter Spieler einen Einzelspieler im Spiel unterbrechen und ihn zu einem Spiel herausfordern.

Die Spielsteuerung besteht aus einem Arcadestick mit acht Richtungen, drei Punch-Tasten und drei Kick-Tasten die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Stärke den Gegner treffen können. Den Joystick nutzte man, um sich vom Gegner weg und hin zu bewegen, um zu springen, sich zu ducken und sich gegen die Angriffe eines Gegners zu verteidigen. Dazu musste man sich einfach nur in die entgegengesetzte Richtung bewegen.

Durch die Verwendung der Aktionstasten in Kombination mit dem Joystick kann der Spieler eine Vielzahl von speziellen Attacken ausführen. Dieses, damals innovative Gimmick, wurde von SNK und anderen Beat’em up Entwicklern übernommen und ist bis heute noch ein wichtiger Bestandteil bei 1 on 1 Kampfspielen. Diese Techniken sind bis heute bekannt als Hadoken, Shoryuken und Tatsumaki Senpukyaku.

Die Idee mit den sogenannten Special Moves kam so gut an, dass Capcom beim Nachfolger allen Charakteren eigene Special Moves spendierte.

Verletzungsgefahr in der Spielhalle

Ein ganz interessantes Gimmick hatte sich Capcom für die Spielhalle einfallen lassen. Es gab zwei mechatronische Pads für Schläge und Tritte, je stärker man da drauf haute, desto stärker war der Schlag im Spiel. Das wurde jedoch schnell wieder aus dem Markt genommen, da sich die Spieler verletzten. (Bild rechts)

Zwei Charaktere stehen zur Auswahl

Spieler Nummer eins übernimmt die Kontrolle über Ryu, einem japanischen Kampfkünstler. Er nimmt an internationalen Kampfkunstturnieren teil, um seine Stärke zu beweisen. Der zweite Spieler übernimmt die Kontrolle über Ryus ehemaligen Trainingspartner und Rivale Ken Masters. Die Unterschiede zwischen den Charakteren sind rein äußerlich, da beide die gleichen Bewegungen und Techniken haben.

Der Einzelspielermodus besteht aus einer Reihe von Kämpfen gegen zehn Gegner aus fünf verschiedenen Nationen. Zu Beginn des Spiels kann der Spieler das Land auswählen, in dem seine erste Runde stattfinden soll. Der Spieler kämpft dann gegen zwei Gegner in der jeweiligen Nation, bevor er in das nächste Land wechselt.

Zusätzlich zu den regulären Schlachten gibt es zwei Arten von Bonusspielen. Hier kann der Spieler zusätzliche Punkte sammeln. Nachdem der Spieler die ersten acht besiegt hat, reist er nach Thailand, um gegen die letzten beiden Gegner zu kämpfen. Der Endgegner ist hierbei Sagat.

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Charaktere

Die Charaktere sind für die damalige Zeit sehr liebevoll designed worden und einprägsam:

  • Retsu ist ein Shorinji Kempo-Lehrer, der wegen verbotener Bewegungen exkommuniziert wurde.
  • Geki ist ein klauenschwingender Ninja und kann Shuriken und Teleportationstechniken einsetzten.
  • Joe war früher nahm an illegalen Kampturnieren teil, bevor ihn Probleme auf die Flucht zwangen.
  • Mike, ein ehemaliger Schwergewichts-Boxer, schaffte es einmal einen Gegner im Ring zu töten. Mike lernte das Boxen, da er wegen eines Raubüberfalls ins Gefängnis musste.
  • Lee ist ein Großmeister und beherrscht chinesische Kampfkünste.
  • Gen ist ein älterer professioneller Attentäter, der seinen eigenen mörderischen Kampfkunststil entwickelt hat und an dem Turnier teilgenommen hat, um würdige Herausforderer zu finden.
  • Birdie ist ein großer und kräftiger Türsteher und verwendet eine Kombination aus Wrestling- und Boxtechniken. Er wurde zum Turnier eingeladen.
  • Eagle ist ein Leibwächter einer wohlhabenden Familie.
  • Adon ist der Nummer eins Schüler von Sagat. Er nimmt am ersten World Warrior-Turnier teil, um der Welt zu beweisen, dass er viel mehr als nur eine kleinere Version des “Emperor of Muay Thai” ist.
  • Sagat ist der “Kaiser von Muay Thai”und der größte Muay Thai-Kämpfer, den es gibt. Aber das reicht ihm nicht, denn er möchte der größte Kämpfer der Welt sein! Sagat veranstaltete das erste World Warrior-Turnier, um dies zu beweisen. Große Krieger aus der ganzen Welt kamen, um ihre Stärke zu beweisen. Er feuert Tiger Shots ab und seinen springenden Knieschlag, Tiger Knee.

Entwicklung

Es ist schwierig herauszufinden, wer tatsächlich unter dem Spiel gearbeitet hat. Die Entwickler nutzten Pseudonyme im Abspann.  Ein paar Decknamen sind aber mit der Zeit bekannt geworden.

Street Fighter wurde von “Piston” Takashi Nishiyama inszeniert und von “Finish” Hiroshi Matsumoto geplant, die beide zuvor an dem Overhead Beat ‘Em Up Avenger gearbeitet hatten. Diese beiden haben nach der Entwicklung Capcom verlassen und bei SNK angefangen. Dort haben sie weitere Kampfspiele entwickelt. Sie waren später verantwortlich für Fatal Fury und Art of Fighting. Dadurch entstand Rivalität der beiden japanischen Unternehmen. Beide buhlten um die Gunst des Spielhallen Spielers, wodurch immer bessere und aufwendigere Kampfspiele entstanden sind.

Keiji Inafune wurde bekannt für seine Kunstwerke wie Mega Man. Er begann jedoch seine Karriere bei der Gestaltung und Illustration der Charakterporträts in Street Fighter.

Nishiyama holte sich seine Inspirationen durch Kampfkunststile, die er zu dieser Zeit praktizierte.

Andere Leute, die an dem Spiel gearbeitet haben, sind der Programmierer ‘”FZ 2151″ Hiroshi Koike und die Planung stammt von “Punch” Kubozo. Das Charakter-Design hatte Künstler unter den Namen “Crusher” Ichi, “Dabada” Atshushi, “Bonsoir” Yuko, “Ogan” Miyuki, “Bravo” Oyu und “Innocent” Saicho.

Sound und Musik wurde von Yuukichyans Papa (Yoshihiro Sakaguchi) komponiert. Mechatronik (höchstwahrscheinlich für die Arcade-Schränke) hatte “Strong” Take und “Radish” Kamin, und sogar Namen wie “Short Arm” Seigo, “Melanin” Kazu, “Puttun” Midori, “James” Nyama und “Seinto Sinn” waren im Abschnitt “Besonderer Dank” vorgestellt.

Arcade-Versionen

Es gab zwei verschiedene Arcade-Versionen des Spiels.

Die reguläre Version wurde in Japan als Tischplatte und in Übersee als aufrecht stehende Version verkauft und verfügte über dieselbe Sechs-Tasten-Konfiguration. Diese wurden später in Street Fighter II verwendet.

Ebenfalls gab es eine Deluxe-Version mit zwei druckempfindlichen Pads. Diese druckempfindlichen Pads bestimmten die Stärke und Geschwindigkeit der Angriffe des Spielers basierend darauf, wie stark sie gedrückt wurden. Diese Version war sowohl teuer als auch schwer zu warten und das Konzept führte zu Verletzungen der Spieler.

In den internationalen Versionen des Spiels wurden die Stimmen von Ryu und Ken so synchronisiert, dass sie ihre Angriffsnamen auf Englisch nannten (d. H. “Fireball”, “Dragon Punch”, “Hurricane Kick” usw.). Ab Street Fighter IV enthalten die nachfolgenden Spiele der Serie jetzt englische Sprachausgabe. Obwohl Charaktere aus Asien im Rahmen eines ansonsten englischen Dialogs immer noch japanische Namen für bestimmte Special Moves und Super Combos verwenden.

Wissenswertes & Fun Facts

  • Obwohl sie normalerweise nicht spielbar sind, können die zehn CPU-gesteuerten Charaktere tatsächlich vom Spieler ausgewählt werden. Jedoch nur wenn ein Hack für das Spiel durchgeführt wird.
  • Dies ist das einzige Street Fighter-Spiel wo der Endgegner nicht die Weltherrschaft erlangen möchte.
  • Laut Street Fighter 30th Anniversary Collection wurde ein Prototyp-Port für das NES entwickelt. Dieser wurde jedoch aus unbekannten Gründen verschrottet. Es ist auch nicht bekannt, ob der Prototyp noch heute existiert.
  • Das Spiel Final Fight spielt im selben Universum wie Street Fighter

Spieledaten

Developer: Capcom
Entwickler: Capcom
Spieledesign: Hiroshi Matsumoto
Plattform: Arcade, TurboGrafx-CD, PC, Amstrad CPC, ZX Spectrum, Commodore 64, Amiga, Virtual Console, Xbox, PlayStation 2, PlayStation Portable, Nintendo Switch, Gameboy, Gameboy Advance, Nintendo 3ds
Erstveröffentlichung: 30.08.1987
Genre: Kampfspiel

Street Fighter Nachfolger

Das Spiel war der Auftakt einer langen Reihe an Nachfolgern. Es ist kaum möglich, alle offiziellen Nachfolger aufzulisten, ohne das eine oder andere Spiel zu vergessen. Auch die jeweiligen Nachfolger haben wiederum Versionen innerhalb der Versionen. Diese werden im jeweiligen Beitrag erwähnt:

Street Fighter

  • Street Fighter

Street Fighter 2

  • Street Fighter 2
  • Street Fighter 2 Champion Edition , Special Champion Edition (Mega Drive)
  • Street Fighter 2 Turbo Hyper Fighting
  • Super Street Fighter 2 The New Challengers
  • Hyper Street Fighter 2 The Anniversary Edition

Street Fighter Alpha oder Zero

  • Street Fighter Alpha (Zero)
  • Street Fighter Alpha 2 (Zero 2)
  • Street Fighter Alpha 3

Street Fighter EX

  • Street Fighter EX
  • Street Fighter EX Plus Alpha (PlayStation, 1997)
  • Street Fighter EX2
  • Street Fighter EX3

Street Fighter 3

  • Street Fighter 3 New Generation
  • Street Fighter 3 Giant Attack
  • Street Fighter 3 3rd Strike – Fight for the Future

Street Fighter 4

  • Street Fighter IV
  • Super Street Fighter IV: Arcade Edition
  • Ultra Street Fighter IV

Street Fighter 5

  • Street Fighter V
  • Street Fighter V: Arcade Edition
  • Street Fighter V: Champion Edition

Weitere Spiele aus dem Street Fighter Universum

Die hier aufgezählten Spiele sind jetzt nicht unbedingt direkte Nachfolger, aber trotzdem sind sie erwähnenswert, da es sich hierbei auch um Kampfspiele handelt, die mehr als drei Street Fighter Charaktere beinhalten:

Marvel vs. Capcom

  • X-Men vs. Street Fighter
  • Marvel Super Heroes vs. Street Fighter
  • Marvel vs. Capcom Clash of Super Heroes
  • Marvel vs. Capcom 2 New Age of Heroes
  • Marcel vs. Capcom 3 Fate of Two Worlds
  • Ultimate Marvel vs. Capcom 3
  • Marvel vs. Capcom: Infinite

Capcom vs. SNK

  • Capcom vs. SNK: Millennium Fight 2000
  • Capcom vs. SNK Pro
  • Capcom vs. SNK 2: Mark of the Millennium 2001
  • SNK vs. Capcom: Match of the Millennium
  • SNK vs. Capcom: SVC Chaos

Tatsunoko vs. Capcom series

  • Tatsunoko vs. Capcom: Cross Generation of Heroes
  • Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All Stars

Street Fighter × Tekken

  • Street Fighter X Tekken

Gallerie